Im Süden von Island stößt man auf die Vestmannaeyjar. Die Westmännerinseln, auf denen heute rund 4400 Menschen leben, sind noch immer recht unbekannt und nur für wenige ein Ziel, das für den Island Urlaub infrage kommt. Dabei wurde der Archipel aufgrund von zwei Ereignissen international bekannt. Beide waren nicht gerade mit einem Happyend verbunden, werden jedoch noch immer gemeinsam mit den Vestmannaeyjar genannt. Im Jahr 1973 ereignete sich auf der Hauptinsel ein dramatischer Vulkanausbruch, der das Leben auf der Insel nahezu unmöglich machte. 1998 kam an der Küste der Vestmannaeyjar in Island der Schwertwal Keiko an, der als Hauptdarsteller des Films „Free Willy“ weltweit für Furore sorgte. Es waren die beiden einzigen Ereignisse, die mit den Inseln in Verbindung gebracht wurden. Bis heute ist das Leben auf ihnen ruhig, zurückhaltend und zugleich auch einfach. Für Abwechslung im Island Urlaub scheinen so nur die zahlreichen Seevögel zu sorgen, die sich auf den Felsen vor der Südküste von Island befinden.
Die Besonderheiten der Vestmannaeyjar in Island
Noch immer präsentieren sich die Vestmannaeyjar in Island mit einem Bild, das sie in den vergangenen Jahren erhalten haben. Die Westmännerinseln setzen sich aus 30 Felszacken, Inseln und Schären zusammen, die sich über eine beeindruckende Fläche von 1000 km² erstrecken. Die größte Insel ist Heimaey. Sie ist meist die Einzige, die im Island Urlaub besucht wird. Zudem handelt es sich bei Heimaey um das einzige Eiland, das bewohnt wird. Auf den zahlreichen grünen Felsen, die steil ins Meer abfallen, leben bis heute ausschließlich zahlreiche Seevögel. Die Vestmannaeyjar haben eine sehr junge Geschichte und das obwohl die Südküste von Island bereits seit Hunderttausend Jahren besteht. Erst vor rund 10.000 Jahren tauchten an den Stellen, an denen sich heute die Vestmannaeyjar befinden, die ersten Inseln an der Wasseroberfläche auf.
Der Vulkansausbruch der Vestmannaeyjar
Im Jahr 1973 ereignete sich auf den Vestmannaeyjar ein Vulkanausbruch, der international Beachtung fand. Ohne Vorwarnung öffnete sich am 23. Januar 1973 um zwei Uhr am Helgafell eine zwei Kilometer lange Spalte. Durch sie wurden gewaltige Lavamengen gefördert, die wie rote Fontänen in den Nachthimmel schossen. Unaufhaltsam bahnte sich nur kurze Zeit später ein Lavastrom seinen Weg zur Hauptstadt der Vestmannaeyjar. Auf Heimaey begann bereits kurze Zeit nach Beginn des Vulkanausbruchs die Evakuierung der Insel. Da die meisten Fischerboote aufgrund eines Sturms im Hafen lagen, konnten alle Menschen innerhalb weniger Stunden von der Insel gebracht werden. In den folgenden Tagen wurde die Insel Heimaey unter Asche begraben. Die Lavawand erreichte teilweise eine Höhe von bis zu 160 m. Erst im Juli nahm die Eruption ein Ende. Zum damaligen Zeitpunkt war Heimaey zwar 2,2 km² größer, doch 400 Häuser waren unter der Lava begraben.